PSYCHISCHE GESUNDHEIT UND CORONA 

Das Coronavirus prägt unseren Alltag. Neben der Gefahr für das körperliche Wohlbefinden kann COVID-19 auch die psychische Gesundheit belasten. Die Ausnahmesituation kann Ängste, Depressionen und andere psychische Erkrankungen auslösen oder verstärken. Häufig ist in solchen Fällen ein stationärer Aufenthalt ratsam – idealerweise in einer Klinik wie der Privatklinik Aadorf.

Neben der spezialisierten Kompetenz sind gerade in der Corona-Zeit auch die weiteren Vorzüge der Privatklinik Aadorf von besonderem Wert – zum Beispiel die dezentral organisierte Klinikstruktur mit kleineren Stationen à 10 bis 18 Betten, untergebracht in vier Häusern im Einfamilienhausquartier, die Rückzugsmöglichkeiten in den Gartenanlagen und der nahen Natur, die überschaubare Anzahl an MitpatientInnen sowie das hohe Mass an Diskretion. 

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Wie psychische Erkrankungen und Corona zusammenhängen

Die gegenwärtige Situation in Bezug auf COVID-19 hat auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Die Erfahrungen an der Privatklinik Aadorf zeigen eine steigende Anzahl Patienten, die im Zusammenhang mit COVID-19 psychische Störungen entwickelt haben oder deren Symptome stärker wurden. Die Gründe sind vielfältig und schliessen sich nicht gegenseitig aus.

  • Drohender oder bereits erlittener Arbeitsplatzverlust
  • Angst vor einer schweren Erkrankung
  • Isolation und Vereinsamung
  • Zukunfts- und Verlustängste

Aber auch körperliche Beschwerden, denen man früher kaum Beachtung geschenkt hat, werden nun vermehrt als Belastung wahrgenommen. Auch zwanghaftes Verhalten – etwa in Bezug auf das Putzen aus Gründen der Hygiene – wird häufiger. Dazu kommen individuelle Schicksale, etwa dann, wenn ein Start-up aus wirtschaftlichen Gründen wieder aufgegeben oder ein Kleinunternehmen geschlossen werden muss. Insgesamt führt die Belastung durch die Corona-Situation zu vermehrtem Stress und wachsenden Ängsten, was sich sowohl in psychischen als auch in körperlichen Beschwerden äussern kann. 

Die Privatklinik Aadorf stellt auch in der derzeitigen Ausnahmesituation eine professionelle und spezialisierte Behandlung und Betreuung auf hohem Niveau sicher. Mit dem fundierten und fokussierten Angebot kann sie nicht nur den Betroffenen helfen, sondern auch Hausärzte und Psychiater wirkungsvoll entlasten. 

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eine stationäre Behandlung in einer ÜBERSCHAUBARen UND PERSÖNLIChen KliNIK

Wer von einer psychischen Erkrankung oder einer seelischen Krise betroffen ist, kann von einem stationären Aufenthalt in einer spezialisierten Institution enorm profitieren. Häufig ist das Wort Klinik aber mit Vorbehalten belastet. Man denkt an schmucklose Betonbauten, eine sterile Atmosphäre, an einen unpersönlichen und hektischen Grossbetrieb. Die Privatklinik Aadorf sieht sich als Gegenentwurf zu solchen Kliniken. 

Essenziell sind nämlich auch jene Aspekte, die das Fachliche übersteigen: Vertrauen, Menschlichkeit und Empathie, eine behagliche und zwanglose Atmosphäre, ein diskretes und geschütztes Umfeld in ländlicher Umgebung und unmittelbarer Nähe zur Natur. 

Durch diese nahtlose Verknüpfung von Professionalität und Persönlichkeit schafft die Privatklinik Aadorf beste Grundlagen, um eine psychische Erkrankung oder ein seelisches Leiden bewältigen zu können. Gerade in Anbetracht der herrschenden Unsicherheit mit Blick auf das Coronavirus und das noch grössere Bedürfnis nach Raum und privaten Abgrenzungsmöglichkeiten finden Betroffene in der Privatklinik Aadorf einen optimalen Ort, um den Weg aus der persönlichen Krise zu finden.

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In welchen Fachbereichen die Privatklinik Aadorf arbeitet

Die Privatklinik Aadorf ist eine psychotherapeutische, psychosomatische und psychiatrische Klinik mit spezialisiertem Angebot. Das Leistungsspektrum fokussiert sich auf folgende Fachgebiete.

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Rund 20 Prozent aller Menschen in der Schweiz erkranken im Verlauf ihres Lebens an einer Depression. Ähnlich hoch sind die Zahlen bei Angststörungen, und auch das Burnout-Syndrom gewinnt an Verbreitung. Das Coronavirus hat die Situation für Betroffene noch verschärft. Ängste, Stress und Druck haben zugenommen, zudem haben vermehrte Isolation und fehlende soziale Kontakte das Erkrankungsrisiko erhöht.

Grundsätzlich sind Depressionen, Angststörungen und Burnout gut therapierbar. Doch häufig lassen sich Betroffene aus unterschiedlichen Gründen erst sehr spät oder gar nicht behandeln. Mit einer professionellen Behandlung stehen die Chancen sowohl bei Depressionen als auch bei Burnout-Syndrom und Angststörungen sehr gut, um nachhaltig genesen zu können. Die Privatklinik Aadorf bietet Betroffenen einen vertrauensvollen und sicheren Rückzugsort, um von einer gezielten psychotherapeutischen Behandlung profitieren zu können.

Essen ist nicht immer ein Genuss, sondern wird manchmal zum Problem. Essstörungen wie Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-Brech-Sucht) oder Binge-Eating-Störung (periodische Essanfälle ohne regulierende Massnahmen/Erbrechen) sind relativ häufig. Bei Betroffenen bestimmt der gestörte Umgang mit Ernährung das Denken, Fühlen und Handeln – mit tiefgreifenden Auswirkungen auf das gesamte Leben. Bei einer richtigen und rechtzeitigen Behandlung kann die Psychotherapie aber effektive Unterstützung leisten. Heute können auch schwere und langwierige Essstörungen in Form einer individuellen Therapie erfolgreich behandelt werden. In der Behandlung geht es einerseits darum, das Essverhalten zu normalisieren und die Symptome der Krankheit zu bearbeiten. Andererseits werden aber auch die Hintergründe, die Lebensgeschichte und die Zusammenhänge beleuchtet, welche die Erkrankung ausgelöst und verstärkt haben respektive aufrechterhalten.

An der Privatklinik Aadorf werden alle Essstörungen behandelt: Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht), Binge-Eating-Störung sowie atypische Essstörungen und Orthorexie. Wir können Patientinnen und Patienten ab einem Alter von 16 Jahren aufnehmen und im Rahmen einer stationären Therapie behandeln. Einen weiteren Schwerpunkt setzen wir in der Behandlung von Menschen, die an Adipositas mit psychischen Komorbiditäten (depressive, Angstsymptome) leiden.

Personen über 50 Jahre sind häufig von Depressionen und Burnout betroffen. Ihre Lebensumstände, Geschichten und Erfahrungen unterscheiden sich aber mitunter deutlich von jenen der jüngeren Generation. Wenn Menschen in der zweiten Lebenshälfte in eine psychische Krise geraten, bedarf es deshalb auch einer individuellen psychotherapeutischen Betrachtung und spezialisierter Kompetenz.

Zu berücksichtigen gilt es einerseits das besonders hohe Bedürfnis nach Information und Selbstbestimmung. Andererseits sind auch Privatsphäre, Ganzheitlichkeit und Transparenz wichtige Prinzipien der Psychotherapie bei Menschen der Generation 50+. Zudem erhalten körperliche Probleme in dieser Altersgruppe einen besonderen Stellenwert.

Mit ihrem Angebot für Menschen im Alter von über 50 Jahren nimmt die Privatklinik Aadorf den Bedürfnissen dieser Altersgruppe an. Zum Einsatz kommen Behandlungskonzepte, die den individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen und zudem das Umfeld und die Angehörigen im Prozess berücksichtigen. Mit vertrauensvollen Beziehungen und dem passenden Ambiente wird ein Rahmen geschaffen, um in diskreter Umgebung an sich arbeiten zu können.

Die Privatklinik Aadorf verfügt über 60 Betten im stationären Bereich und über zwei Ambulatorien in Aadorf und Zürich.

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Fragen und Antworten zum Zusammenhang von Corona und Psyche

Einige der häufigsten Fragen zum Zusammenhang von Corona und psychischer Gesundheit haben wir hier für Sie zusammengestellt. Falls Sie glauben, an einer psychischen Erkrankung zu leiden, ist es jedoch entscheidend, dass Sie frühzeitig mit einem Arzt oder einer Fachperson reden oder mit uns Kontakt aufnehmen. Damit Sie den Weg zur Besserung nach den ersten Schritten gezielt weitergehen können.

Psychische Erkrankungen sind äusserst vielfältig und zudem sehr häufig. Eine psychische Krankheit – auch als psychische oder seelische Störung bezeichnet – zeigt sich durch Veränderungen im Erleben und Verhalten. Häufig sind die Wahrnehmung, das Denken, das Fühlen und/oder das Selbstbild gestört. In der Regel führen psychische Erkrankungen zu einem grossen persönlichen Leidensdruck und wirken sich auf mehrere Lebensbereiche aus. Ob eine psychische Störung mit Krankheitswert vorliegt, muss im Rahmen einer Diagnosestellung geklärt werden. Zur systematischen Ordnung der einzelnen psychischen Störungen kommen gegenwärtig zwei Klassifikationssysteme zur Anwendung – die Internationale Klassifikation psychischer Störungen als Teil des ICD-10 der WHO, die auf den internationalen Einsatz ausgerichtet ist, sowie das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) der American Psychiatric Association, das vornehmlich in den USA und in der weltweiten Forschung genutzt wird.

Zu den häufigsten psychischen Krankheiten zählen unter anderem die folgenden Krankheitsbilder:

  • Depressionen / depressive Störungen
    Bei der Depression handelt es sich um eine sehr häufige psychische Störung. Hauptsymptome sind eine gedrückte Stimmung, Traurigkeit, eine ausgeprägte Interesselosigkeit und Antriebslosigkeit. Ebenso auftreten können Verlust an Genussfähigkeit, Schuldgefühle, geringes Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen.

  • Angststörungen (inkl. Phobien und Panikstörungen)
    Mit dem Sammelbegriff Angststörungen sind psychische Störungen zusammengefasst, die mit Angst in Verbindung stehen. Verbindendes Merkmals ist eine starke, exzessive Angstreaktion, ohne dass eine wirkliche äussere Bedrohung vorliegt. Häufige Angststörungen sind die Panikstörung, die generalisierte Angststörung sowie die soziale Angststörung. Ebenfalls sehr häufig sind spezifische Phobien, bei denen ein bestimmtes Objekt, eine Situation oder ein Ort die Angstsymptomatik auslöst. Bekannte spezifische Phobien sind die Angst vor engen Räumen (Klaustrophobie), die Angst vor Spinnen (Arachnophobie) oder die Höhenangst (Akrophobie). Die Agoraphobie ist eine Sonderform der Phobien und bezeichnet die Angst vor Menschenansammlungen und grossen Plätzen. Sie tritt häufig in Verbindung mit einer Panikstörung auf.

  • Essstörungen (Magersucht, Bulimie, Binge-Eating-Störung)
    Essstörungen sind Verhaltensstörungen, die von einer ständigen gedanklichen und emotionalen Auseinandersetzung mit dem Thema Essen geprägt sind, sei es betreffend Nahrungsaufnahme oder deren Verweigerung. Bei der Magersucht oder Anorexie wollen Betroffene möglichst dünn sein und reduzieren deshalb die Nahrungsaufnahme auf ein Minimum. Bei der Bulimie, auch Ess-Brech-Sucht genannt, nehmen die Erkrankten hingegen häufig sehr viele Kalorien zu sich, entledigen sich dieser aber durch herbeigeführtes Erbrechen umgehend wieder. Die Binge-Eating-Störung ist von starken Essanfällen ohne regulierende Massnahmen/Erbrechen gekennzeichnet. Zunehmend häufig wird die sogenannte Orthorexie diagnostiziert, bei der die Betroffenen das zwanghafte Verlangen zeigen, sich gesund zu ernähren.

  • Burnout
    Der Begriff Burnout (engl. to burn out = ausbrennen) steht für einen emotionalen und körperlichen Erschöpfungszustand, der in Zusammenhang mit einer belastenden beruflichen oder privaten Situation steht und durch eine ausgeprägte Antriebs- und Leistungsschwäche gekennzeichnet ist. Burnout ist das Resultat von chronischem Stress und steht oftmals am Ende eines langen Teufelskreises aus Überarbeitung und Überforderung.

  • Somatoforme Störungen
    Bei somatoformen Störungen handelt es sich um körperliche Beschwerden, die nicht auf eine organische Erkrankung zurückführbar sind. Neben Schmerzen in verschiedenen Körperteilen können dabei auch Schwindelgefühle, Verdauungsbeschwerden oder Herz- und Kreislaufbeschwerden auftreten.

  • Psychosen
    Als Psychosen werden psychische Störungen bezeichnet, bei welchen Betroffene die Realität verzerrt oder verändert wahrnehmen. Häufig treten dabei Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder starke Denkstörungen auf, oftmals begleitet von starken Ängsten. Die häufigste Psychose ist die Schizophrenie, daneben werden zahlreiche andere Formen psychotischer Störungen unterschieden.

  • Bipolare Störungen
    Die bipolare Störung ist eine Sonderform der affektiven Störungen. Menschen mit einer bipolaren Störung leiden an starken manischen und depressiven Stimmungsschwankungen. In den Phasen der Manie zeigt sich ein übersteigertes Hochgefühl, Betroffene sind überaktiv, euphorisch oder gereizt. Auf der anderen Seite kommt es zu schweren Depressionen. Zwischen diesen beiden Polen gibt es auch Phasen von Normalität sowie verschiedene Zwischenstufen und Mischformen.

  • Belastungsstörung (Trauma) 
    Belastungsstörungen sind gekennzeichnet durch starke Reaktionen auf eine einmalige oder fortgesetzte Belastung (z.B. Unfälle, Vergewaltigung, Gewalterfahrung, Tod eines Kindes). Unterschieden werden die akute Belastungsstörung und die posttraumatische Belastungsstörung, häufig wird auch die Anpassungsstörung zu den Belastungsstörungen gezählt. Die akute Belastungsstörung, im Volksmund auch als Nervenzusammenbruch bezeichnet, tritt sofort nach dem belastenden Ereignis auf. Die posttraumatische Belastungsstörungen zeigt sich hingegen erst eine gewisse Zeit nach einem traumatischen Erlebnis und äussert sich in unterschiedlichen psychischen und psychosomatischen Symptomen. Bei der Anpassungsstörung reagieren Betroffene auf starke Belastungen, zum Beispiel Beziehungsende, Eheprobleme, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder Mobbing.

  • Borderline-Persönlichkeitsstörung
    Bei der sogenannten Borderline-Störung handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung, die durch eine ausgeprägte Impulsivität und Instabilität in Bezug auf Emotionen, Stimmung, Identität und zwischenmenschlichen Beziehungen gekennzeichnet ist. Betroffene leiden unter Störungen der Affektregulation und können ihre gefühlsmässigen Äusserungen nicht kontrollieren, was zu unangenehmen, bisweilen unerträglichen Spannungszuständen führt. Um diese Zustände zu verändern, entwickeln Borderline-Patienten bestimmte Strategien, zum Beispiel Selbstverletzungen.

  • Suchterkrankung
    Auch Sucht- oder Abhängigkeitserkrankungen werden zählen zu den psychischen Erkrankungen. Neben Substanzen wie Alkohol, Drogen und Tabak können auch Verhaltensweisen abhängig machen, zum Beispiel beim Glücksspiel oder bei der Medienabhängigkeit.

  • Zwangsstörung
    Bei der Zwangsstörung oder Zwangserkrankung besteht für erkrankte Personen ein innerer Zwang oder Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Bei Zwangsgedanken geht es häufig um Verschmutzung, Ansteckung oder Kontrollen, etwa bei der Angst, sich durch Händeschütteln mit Krankheitserregern anzustecken. Die kann zu exzessivem Händewaschen als darauf folgende Zwangshandlung führen. Weitere Zwangshandlungen sind Kontrollzwänge, Zählzwänge, Wiederholungszwänge oder Ordnungszwänge.

Psychische Krankheiten und Störungen sind sehr häufig. Wie auch körperliche Krankheiten gehören auch psychische Leiden zum Leben und können alle treffen. Jeder zweite Mensch in der Schweiz leidet irgendwann im Lauf seines Lebens an einer psychischen Erkrankung. Besonders häufig sind Depressionen. Gemäss Studien liegt das Risiko, irgendwann im Leben an eine Depression zu erkranken, bei 20 Prozent. Frauen sind häufiger betroffen, zudem steigt das Risiko mit steigendem Lebensalter an.

Um zu erkennen, ob es sich nur um eine vorübergehende Stimmungsschwankung oder um eine psychische Erkrankung handelt, bietet es sich an, einige zentrale Fragen zu beantworten. Wie gross ist der Leidensdruck? Wie stark sind Betroffene durch ihre Sorgen, Probleme und Verhaltensänderungen im Alltag eingeschränkt? Leiden Familie, Freunde, die Beziehung oder die Arbeit unter der Situation. Oftmals ist auch der Faktor Zeit wichtig. Wer einen oder zwei Tage lang grundlos niedergeschlagen ist, muss nicht psychisch krank sein. Dauert die gedrückte Stimmung und innere Leere aber länger als zwei Wochen an, ist dies ein typisches Anzeichen für eine Depression. In jedem Fall ist es wichtig, schon bei geringfügigen Anzeichen die Meinung und Unterstützung einer Fachperson in Anspruch zu nehmen.

Die Gründe für eine psychische Störung sind nicht immer einfach zu eruieren. Häufige Auslöser für eine psychische Krise oder Erkrankung sind Belastungssituationen, etwa am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft oder in der Familie. Aber auch biologische Veränderungen im Körper können psychische Erkrankungen auslösen, zum Beispiel nach einer Geburt. Idealerweise werden die Ursachen einer psychischen Erkrankung im Rahmen einer Psychotherapie abgeklärt – denn so können sie auch gezielt thematisiert und bearbeitet werden.

Bei psychischen Erkrankungen ist der erste und somit auch entscheidende Schritt, dass man darüber spricht. Ob es eine Vertrauensperson im nahen Umfeld oder die Hausärztin ist – darüber reden ist essenziell. Auch die dargebotene Hand unter der Nummer 143 sowie das Beratungstelefon von Pro Mente Sana können Hilfe leisten. Für eine professionelle Unterstützung existieren zahlreiche klinische und therapeutische Angebote.

Falls Sie das Gefühl haben, an einer psychischen Erkrankung zu leiden, ist natürlich auch die Privatklinik Aadorf für Sie da. Zögern Sie nicht – melden Sie sich bei uns.

Wenn tatsächlich eine psychische Erkrankung vorliegt, muss sie auch behandelt werden. Wie diese Behandlung aussieht, wird im individuellen Fall entschieden. Nicht immer braucht es eine stationäre Therapie. Doch gerade in Situationen mit grossem Leidensdruck kann ein Klinikaufenthalt der richtige Schritt auf dem Weg zur Genesung sein.

Die Behandlung einer psychischen Erkrankung erfolgt idealerweise im Rahmen einer individuellen Therapie mit spezifischen Behandlungsbausteinen. Die moderne Psychotherapie kennt zahlreiche Therapieformen. Häufig zum Einsatz kommt die Verhaltenstherapie, die sich unter anderem zur Behandlung von affektiven Störungen wie Depressionen, bei Angststörungen oder Essstörungen eignet. An der Privatklinik Aadorf werden die einzelnen Verfahren der Verhaltenstherapie mit anderen Methoden und ergänzenden Spezialtherapien kombiniert, um das jeweilige Therapiekonzept optimal auf die Situation und die Bedürfnisse des betroffenen Menschen abzustimmen.

Eine stationäre Behandlung bietet sich vor allem dann an, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind und im Rahmen einer ambulanten Therapie nicht in genügendem Mass behandelt werden können. Auch in Fällen, in denen ein Abstand zum Alltag sinnvoll und zielführend ist, kann ein Aufenthalt in einer Klinik ratsam sein.

Die Dauer einer stationären Therapie wird im Einzelfall festgelegt und individuell immer wieder neu beurteilt. Ein Klinikaufenthalt kann je nach Situation einige Tage oder mehrere Monate dauern.

Einem Aufenthalt in einer Klink geht in der Regel die Zuweisung durch einen Haus- oder Facharzt voraus. Falls eine stationäre Therapie angezeigt ist, wird Ihre ärztliche Vertrauensperson mögliche Fachkliniken vorschlagen. Natürlich können Sie auch eigene Wünsche einbringen. Falls Ihnen die Vorstellung einer grossen, unpersönlichen Klinik Mühe bereitet, könnte eine vergleichsweise kleine und familiäre Klinik wie die Privatklinik Aadorf die richtige Lösung sein.

Eine psychische Erkrankung ist nicht nur für Betroffene, sondern auch für das Umfeld eine grosse Belastung. Oftmals treten bei Angehörigen emotionale Erschöpfung, Hilflosigkeit, Ohnmacht und Schuldgefühle auf. Darum ist es wichtig, dass sich auch Angehörige von psychisch Erkrankten helfen lassen und bei Bedarf Unterstützung suchen. An der Privatklinik Aadorf werden Angehörige bei Bedarf auch aktiv in den Therapieprozess eingebunden.

Gerade nahestehende Angehörige können einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung einer psychischen Erkrankung haben. Wenn Sie glauben, dass eine geliebte Person an einer psychischen Störung leidet, können Sie aktiv Hilfe leisten. Achten Sie auf Warnsignale, nehmen Sie Ihre eigenen Gefühle ernst und informieren Sie sich bei Bedarf, um die Situation einschätzen zu können. Reden Sie mit der betroffenen Person, hören Sie aufmerksam zu und empfehlen Sie ihr im Ernstfall, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist dabei, dass Sie auch sich selbst nicht vernachlässigen und, falls nötig, selbst Unterstützung suchen, zum Beispiel bei Interessen- oder Selbsthilfe-Organisationen für Angehörige.

Beobachtungen zeigen, dass im Zusammenhang mit COVID-19 die Zahl der Patienten zunimmt, die psychische Störungen entwickelt haben oder deren Symptome sich verstärkt zeigen. Für diese Entwicklung gibt es vielfältige Gründe, zum Beispiel ein drohender oder bereits erlittener Arbeitsplatzverlust, die Angst vor einer schweren Erkrankung, Isolation und Vereinsamung, Zukunfts- und Verlustängste. Daneben können auch körperliche Beschwerden, die man früher kaum beachtet hat, vermehrt als Belastung wahrgenommen werden. Auch ein zwanghaftes Verhalten – etwa in Bezug auf das Putzen aus hygienischen Gründen – kann sich aufgrund der Situation rund um das Coronavirus verstärkt zeigen.

Die COVID-19-Pandemie bedeutet nicht zuletzt auch psychischen Stress und kann somit psychische Erkrankungen verstärken oder auslösen. Vor allem Angsterkrankungen und Depressionen treten während Epidemien häufiger auf. Besonders oft zu beobachten sind Ängste vor Ansteckung und Zukunftsängste. Diese Ängste können wiederum durch Ungewissheit und Unsicherheit verstärkt werden und in der Folge zur Entstehung von psychischen Erkrankungen beitragen oder vorhandene Störungsbilder verschlechtern. Wenn durch Vorsichtsmassnahmen ein Mangel an sozialen Kontakten entsteht, kann dies zu Isolation und Vereinsamung führen, wodurch depressive Symptome wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder Schlafstörungen ausgelöst oder verstärkt werden können.