Donnerstag, 25. August 2016

Durch dick und dünn

Wenn essen zur sucht wird

Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass die Lebenszeitprävalenz von Essstörungen in den industrialisierten Ländern in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist; auch die der Binge-Eating-Störung (BES). Allerdings gilt es zu bedenken, dass die BES erst 1994 als eigenes Krankheitsbild definiert wurde, weshalb Aussagen zur Zu- bzw. Abnahme nur beschränkt möglich sind.

Mit einem Anteil zwischen 1%–3.5% in der Gesamtbevölkerung ist die BES die häufigste Essstörung und somit häufiger als die Bulimia nervosa und die Anorexia nervosa. 30–40% aller BES-Patienten leiden an Übergewicht und Adipositas und den damit meist verbundenen medizinischen Komplikationen. Dies führt zu erheblichen direkten und indirekten Gesundheitskosten, weshalb die frühzeitige Diagnose und
Behandlung der BES von grosser Bedeutung ist.

Wie beeinflussen gesellschaftliche Rahmenbedingungen die Entwicklung von Essstörungen?

Wie kann man diese behandeln und wie ist der Krankheitsverlauf und die Prognose?

Welchen Stellenwert haben psychiatrisch-psychotherapeutische respektive somatische Behandlungsmethoden?

Prof. Dr. phil. Simone Munsch spricht in ihrem Referat über Perspektiven in der Behandlung der Binge-Eating-Störung. PD Dr. med. Merlin Guggenheim wird derweil die körperkonturierende plastische Chirurgie nach massivem Gewichtsverlust beleuchten.

Wir laden Sie herzlich ein, am 25. August 2016 im AMERON Hotel Flora in Luzern über diese Fragen und andere Zusammenhänge zu diskutieren.

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